19.12.2017

Guter Unterricht Zentrum allen Tuns

Schulamtsdirektor führt neue Schulleiter und Konrektoren in ihr Amt ein

Schüler aus schwachem sozialen Mileu dürfen nicht abgehängt werden. Das gab Schulamtsdirektor Werner Grabl (6. v.r.) den neuen Schulleitern und Rektoren mit, die er mit Schulamtsleiterin Johanna Buchberger-Zapf (10. v.l.) und Schulrat Bernhard Wiesmüller (r.) in ihr Amt eingeführt hatte. − Foto: Wildfeuer

Schulamtsdirektor Werner Grabl hat auf einer außerordentlichen Dienstbesprechung im Staatlichen Schulamt Passau in Salzweg die neuen Schulleiter und Konrektoren offiziell in ihr Amt eingeführt. Die meisten von ihnen traten zu Schuljahresbeginn an. Zusammen mit Schulamtsdirektorin Johanna Buchberger-Zapf und Schulrat Bernhard Wiesmüller überreichte er den neuen Führungskräften Beförderungsurkunden.

Grabl gratulierte den Neuen zu ihrem Aufstieg. Er wünschte ihnen viel Erfolg in der "Trias", der Dreiheit von Schülern, Kollegen und Eltern, ein gutes Händchen und "das rechte Maß an Frustrationstoleranz".

Zu den neuen Schulleitern zählten Barbara Blasius von der Grundschule Rotthalmünster, Evi Meisinger von der Grundschule Büchlberg, Ursula Pouget von der Grund- und Mittelschule Eging am See, Elisabeth Pöschl von der Grund- und Mittelschule Salzweg, Steffi Schneider von der Grundschule Neuhaus, Ursula von Veltheim von der Grundschule Neuburg am Inn, Tanja Schuster von der Schule Kößlarn, Susanne Bulicek von der Grundschule Passau-Grubweg, Johann Knittlmayer von der Grundschule Alkofen-Pleinting und Joachim Geiling von der Grund- und Mittelschule Tiefenbach.

Schüler beim Lesenimmer schwächerAuch die neuen Konrektoren Doris Weikl aus Tiefenbach, Gisela Ziewer von der Grund- und Mittelschule Hutthurm, Claudia Kopfinger von der Grundschule Passau-Heining, Monika Freudenstein von der Grundschule Passau-Hacklberg, Josef Höcker von der Grund- und Mittelschule Fürstenzell und Stephan Candussio von der Mittelschule Vilshofen bekamen die Urkunden überreicht, die seit 1. Dezember gelten.

"Zentrum allen Tuns ist der gute Unterricht", betonte Grabl. Mit den neuen Medien könne man diesen noch verbessern. Teil der offiziellen Amtseinführung sei, die Aufgabenfelder einer Schulleitung aufzuzeigen. Auch die Leiter würden beurteilt. Zu den wichtigsten Aufgaben zähle die Schulentwicklung. Neu sei, ein Medien- und Curriculum-Konzept zu erarbeiten, das Voraussetzung für Fördermittel im Rahmen der Digitalisierung ist. Die digitale Bildung solle auch in die Schule Einzug halten. Es gelte, den derzeitigen Stand zu ermitteln. Er riet den Schulchefs, medienpädagogische Beratung in Anspruch zu nehmen.

Für Unruhe in Bayern sorgten die Ergebnisse der IQB-Bildungsstudie, sagte Grabl. Dieser zufolge würden die deutschen Schüler immer schlechter, vor allem beim Lesen. Bayern nehme zwar in allen Fächern einen Spitzenplatz ein. Probleme bereite aber das Zuhören. Er empfahl, dies mit den Schülern zu üben.

"Denken Sie immer daran, die Kollegen mitzunehmen", riet Grabl unter dem Punkt Personalführung. Die Schulleiter seien gefordert, Unterrichtsbesuche zu machen, dienstliche Beurteilungen und Dokumentationen zu erstellen. Er bat zudem, das Schulamt bei der Betreuung der Lehramtsanwärter der Uni Passau zu unterstützen. Diese verzeichne mit rund 400 angehenden Grundschullehrern einen "Mega-Anstieg". Es würden somit mehr Praktikumslehrer gebraucht.

Aufgrund sinkender Schülerzahlen im östlichen Landkreis Passau seien Lösungen gefragt, um die 60 Klassen mit 15 und weniger Schülern beschulen zu können, sagte Grabl. Dies gelinge mit derzeit 21 Kombi-Klassen und der flexiblen Grundschule. Er appellierte an die Schulchefs, sich dafür zu öffnen.

Dauerbrenner blieben Inklusion und Migration. Hilfe biete das Sprach- und Lernpaten-Angebot des Projekts "PASSgenAU" des Wirtschaftsforums, das Schulamtschef a.D. Heinz Fuchs initiierte. Übergangsklassen seien weiter nötig.

"Ich bin ein Fan der schwächeren Kinder", erzählte Grabl. Sie zu fördern sei ein besonderes Anliegen. Es gelte vor allem, ihre Lesekompetenz zu steigern. Hier müsse man "nachlegen". Kinder aus schwächeren sozialen Milieus würden abgehängt. Dies könne man sich im Landkreis Passau nicht leisten. Jeder Schulchef sei so gut, wie es gelinge, die schwächsten Glieder mitzunehmen. Unterstützung biete der Lehrstuhl für Mathematik und Informatik der Uni Passau, der ein Netzwerk Mathematik und eine Lernwerkstatt aufbaue, um Schülern, die Probleme im Rechnen haben, zur Seite zu stehen.

"Wir wissen, was Sie leisten", sagte Grabl den Schulchefs. Sie seien an den Wichtigsten dran, den Kindern und Lehrern. Jeden Schulleiterposten zu besetzen sei nicht mehr selbstverständlich.

Eine gute Schule kennzeichne, dass sie mit den Eltern kooperiert, unterstrich Grabl. Vertrauen und Transparenz beim Lern- und Leistungskonzept seien wichtig.

Quelle:PNP/15.12.2017

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