13.12.2017

Passau soll Modellregion werden

Universität stellt E-Bike-Projekt beim Wirtschaftsforum vor

Foto:Wifo

Dass in Passau durchaus mit Staus und Parkplatznot zu rechnen ist, ist wohl unumstritten. Die Lösung dieser städtischen Verkehrsprobleme könnte nach Ansicht der Universität Passau in der Fortbewegung auf zwei Rädern liegen. Unter dem Oberbegriff „Mobilität 4.0“ arbeitet eine Projektgruppe an der Entwicklung elektrischer Fahrräder mit intelligenter Technologie. Das angesteuerte Ziel hat Professor Hermann deMeer vom Lehrstuhl für Information auf der Regionalkonferenz des Wirtschaftsforums Passau klar definiert: „Passau soll E-Bike-Modellregion werden“. DeMeer sieht in den E-Bikes auch „Datenstaubsauger“, die – beispielsweise zur Erforschung der innerstädtischen Mobilität – Informationen über die Verkehrsdichte, aber auch über die Leistung und Lebensdauer von Batterien generieren können. Ein weiteres Plus: E-Bike-Nutzer können darüber auch ihre Gesundheits- und Fitnesswerte im Blick behalten.

Kein Wunder, dass neben Unterstützern aus Politik und Wissenschaft auch die AOK Passau und zahlreiche Unternehmen mit den Studierenden der Universität in die Pedale steigen – etwa die ZF Friedrichshafen AG. Gearbeitet wird de Meer zufolge am Bau einer Sensorplattform, die in die Fahrräder integriert

werden und je nach Entwicklungsfortschritt austauschbar sein sollen. „Es ist durchaus vorstellbar, dass die Sensorik irgendwann mehr wert ist als das EBike“, gab der Professor einen Ausblick auf die Zukunft. Eher um schweres Equipment ging es im Vortrag von Dr. Mark Mohr von der ZF, in deren Patrichinger Räumlichkeiten die Konferenz stattfand. Der Leiter der „Automated Operations“ verdeutlichte den Stand der Dinge bei fahrerlosen Systemen im Nutzfahrzeugsegment. So arbeite man unter dem Schlagwort „Smart Farming“ an autonomen landwirtschaftlichen Geräten, die vom Smartphone aus gesteuert werden. Um die Entwicklung voranzutreiben, setze ZF verstärkt auf Kooperationen, so Mohr: „Wir haben dazu eine neue GmbH gegründet.“ Die „Zukunft ventures“, so die Bezeichnung, ist Teilhaber bei relevanten Firmen oder hat solche Unternehmen komplett übernommen. Um die E-Mobilität drehte sich bei der Konferenz auch eine Podiumsdiskussion, die Christian Just, Vorsitzender des Wirtschaftsforums Passau, moderierte. „Sie werden wahnsinnig ökologisch“, beschrieb Bernd Karoli, Geschäftsführer des Autohauses Leebmann, dabei seine persönliche Erfahrung mit E-Autos, die den Nutzer dazu erziehen, Stromverbraucher wie Sitzung und Klimaanlage auszuschalten. Otto Loserth, Geschäftsführer des E-Mobilität-Systemanbieters E-WALD GmbH, räumte mit einem Vorurteil auf und gab sich überzeugt: „Der ländliche Raum ist der ideale Lebensraum fürs EAuto.“

Quelle: PNP/30.November 2017/ Text: Bernhard Brunner

Bildunterschrift:

Beschäftigten sich mit E-Mobilität vom Traktor bis zum Fahrrad (v.l.): Dr.Marc Pastowsky, Dr. Mark Mohr und Dr. Klaus Geißdörfer von der ZF, Otto Loserth von der E-WALD GmbH, Christian Just und Britta Pinter vom Wirtschaftsforum Passau,Bernd Karoli vom Autohaus Leebmann und Prof. Dr. Hermann deMeer von der Universität Passau.

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