Um Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, unterstützt der Passauer Wolf Bad Griesbach das Arbeitsintegrationsprojekt »Jobbegleitung für Geflüchtete« des Wirtschaftsforums Passau. Ziel der Initiative ist es, Geflüchtete in der Region Passau beim Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt zu begleiten — von Sprachkursen über den Bewerbungsprozess bis hin zur Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung. Mit diesem Engagement leistet der Passauer Wolf Bad Griesbach einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Teilhabe und gesellschaftlichen Integration in der Region. Wie nachhaltig dieser Einsatz wirken kann, zeigt die Geschichte von Mohammad Karimi.
Vom Ankommen zur beruflichen Perspektive
Im August 2018 kam Mohammad Karimi aus dem Iran nach Deutschland — ohne Sprachkenntnisse und ohne Orientierung im deutschen System. Die erste Zeit verbrachte er im Ankerzentrum Bamberg – eine Phase voller Unsicherheit und Herausforderungen: »Die ersten Jahre waren sehr schwierig. Vor allem wegen der Sprache, aber auch wegen der komplizierten Bürokratie, die mich bis heute oft belastet«, erzählt der 30-Jährige. Ab 2019 besuchte er verschiedene Sprach- und Integrationskurse bevor er im Juli 2021 schließlich seine Ausbildung zum Koch im Passauer Wolf Bad Griesbach begann und schnell Teil des Teams wurde. »Ich wurde freundlich aufgenommen und konnte viel lernen – besonders während meiner Ausbildung. Heute bin ich stolz, Teil des Passauer Wolf zu sein«, erzählt der Iraner. Den Kontakt zum Projekt »Jobbegleitung für Geflüchtete« stellte damals Oliver Weithmann, Leiter Personal im Passauer Wolf Bad Griesbach, her. Er arbeitet seit 2020 mit der Initiative zusammen und sieht großes Potenzial in ihr: »Als Arbeitgeber tragen wir auch Verantwortung für die Menschen hinter dem Lebenslauf. Die Jobbegleitung für Geflüchtete ist ein starkes Instrument, um Chancen zu ermöglichen und Teilhabe zu fördern. Deshalb unterstützen wir das Projekt aus voller Überzeugung.« Im Rahmen der Initiative erhielt Mohammad Karimi gezielte Unterstützung durch eine Jobbegleiterin des Wirtschaftsforums Passau — zunächst bei der Erstellung seiner Bewerbungsunterlagen und der ersten Kontaktaufnahme zur Ausbildung als Koch im Passauer Wolf Bad Griesbach. Anschließend wurde er bei der Antragstellung auf Beschäftigungserlaubnis begleitet und die Kommunikation mit den zuständigen Ausländerbehörden in enger Abstimmung mit allen Beteiligten koordiniert. »Gerade für Geflüchtete, die neu sind in Deutschland, ist so ein Projekt eine wertvolle Hilfe«, weiß Mohammad Karimi.
Integration, die wirkt
v.l. Stephan Merz, Standortleitung Passauer Wolf Bad Griesbach, Elisabeth Ernst, Jobbegleiterin am Wirtschaftsforum Passau, Mohammad Karimi, ausgebildeter Koch beim Passauer Wolf Bad Griesbach Foto: Passauer Wolf | Julia Aigner
Der Weg von Mohammad Karimi zeigt, wie Integration gelingen kann, wenn gezielte Unterstützung, Motivation und Offenheit aufeinandertreffen. Elisabeth Ernst ist eine von rund 60 Jobbegleitern in Bayern, die Geflüchtete beim Einstieg in die Arbeitswelt unterstützen. Sie ist beim Wirtschaftsforum Passau tätig und für die Region Passau zuständig. »Die Menschen, die mich in der Beratung aufsuchen, haben meist einen langen Fluchtweg und traumatische Erlebnisse hinter sich«, erklärt die erfahrene Jobbegleiterin. »Es ist sehr wichtig, sie von Anfang an gut zu begleiten. Ohne Unterstützung fühlen sie sich oft überfordert und verloren, was dazu führt, dass sie ihre Potenziale nicht entfalten können. Am Ende fehlen diese Menschen dann auch dem Arbeitsmarkt, der Arbeits- und Fachkräfte dringend braucht.«
Die erfolgreiche Arbeitsintegration von Geflüchteten sei nur durch eine starke Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern möglich. Einen solchen Partner habe Elisabeth Ernst im Passauer Wolf Bad Griesbach gefunden: »Mich haben sofort die Offenheit des Unternehmens für Menschen mit Fluchthintergrund und der pragmatische Ansatz, eine Ausbildung zu ermöglichen, überzeugt. Für Ratsuchende, die Interesse an Berufen in der Pflege oder im Hotel- und Gastronomiebereich haben, ist für mich der Passauer Wolf Bad Griesbach immer ein Ansprechpartner der ersten Wahl.« Denn Arbeit bedeute immer auch gesellschaftliche Teilhabe – und diese werde Geflüchteten nur dann ermöglicht, wenn sie von Beginn an auf ihrem Weg in die Arbeitswelt begleitet werden.
Passauer Wolf Bad Griesbach
Der Passauer Wolf Bad Griesbach ist seit 1979 stabiler Partner für die medizinische Rehabilitation, die Nachsorge und Prävention in der Region. Zu den Fachbereichen zählen die Neurologie inklusive der neurologischen Frührehabilitation, die Geriatrie und Innere Medizin/Kardiologie, sowie Nachsorge-, Präventions- und Lebensstilprogramme. Gehobenen Komfortansprüchen wird man mit den Passauer Wolf Privat-Angeboten im Reha-Zentrum und der Hotelklinik Maria Theresia gerecht. Neben dem Passauer Wolf Reha-Zentrum und der Hotelklinik Maria Theresia ergänzen die Passauer Wolf Lodge & Therme und das Gesundheitshotel Summerhof*** die Häuser in Bad Griesbach.
Quelltext: Passauer Wolf Bad Griesbach
Im Bild v.l. Stephan Merz, Standortleitung Passauer Wolf Bad Griesbach, Elisabeth Ernst, Jobbegleiterin am Wirtschaftsforum Passau, Mohammad Karimi, ausgebildeter Koch beim Passauer Wolf